Im Jahr der Schlange wurden wir in die Tiefen geführt.
Die Schlange kroch durch das Unsichtbare, durch Träume, Schatten und Erinnerungen. Sie flüsterte uns zu, was losgelassen werden will, und forderte uns auf, alte Häute abzustreifen – Schicht für Schicht. Vieles geschah im Verborgenen, hinter den Schleiern des Alltags.
Es war ein Jahr der stillen Magie:
Innere Türen öffneten sich, Masken fielen, Wahrheiten kamen ans Licht.
Wer lauschte, hörte die Stimme der Intuition deutlicher als je zuvor.
Nun hebt sich ein neuer Vorhang:
Wir treten ein in das Jahr des Feuerpferdes.
Das Feuerpferd trägt die Glut des Elements Feuer in seinem Herzen.
Es galoppiert zwischen den Welten – wild, frei, ungebändigt.
Es bringt Funken, die unser Leben berühren, entzünden, verwandeln.
Wo die Schlange in der Tiefe wirkte, ruft uns das Feuerpferd nach vorn.
Es treibt uns hinaus auf offene Wege, dorthin, wo Entscheidungen reifen und Schicksal sich bewegt. Alte Häute, die im Jahr der Schlange gefallen sind, werden jetzt dem Feuer übergeben – sie verbrennen, damit Neues geboren werden kann.
Das Jahr des Feuerpferdes ruft unsere Seele auf, sich zu erinnern:
-
Wer bist du jenseits deiner Rollen?
-
Welcher Ruf in dir will nicht länger schweigen?
-
Welches Feuer wartet darauf, endlich gesehen zu werden?
Es ist ein Jahr der leidenschaftlichen Klarheit und des heiligen Mutes.
Ein Jahr, in dem Herzen brennen, Fesseln sich lösen und Wege sichtbar werden, die zuvor im Nebel lagen. Doch das Feuer fragt auch nach Bewusstsein: Es schenkt Wärme und Licht – oder es fordert Transformation. Beides ist heilig.
Der Übergang von der Schlange zum Feuerpferd ist ein Mysterium:
- von der Häutung zum heiligen Feuer,
- von der Stille zum Ruf der Weite,
- vom inneren Erwachen zum gelebten Weg.
Möge das Jahr des Feuerpferdes dein inneres Licht entzünden,
dich führen, dich prüfen, dich stärken –
und dich auf genau den Pfad tragen, den deine Seele längst gewählt hat.
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