Der energetische Puffer: Wenn spirituelle Worte nur Feigheit maskieren

Energetisch geparkt – Die Wahrheit hinter seinem Schweigen.
Vom intensiven Feuer im November zur eisigen Kälte im Januar. Wenn die Arbeit zur Ausrede wird und das „Offenhalten“ nur bedeutet, dass man als Plan B herhalten soll, während er eigentlich einer anderen hinterhertrauert. Dies ist die Geschichte eines schmerzhaften Erwachens und der Moment, in dem ich aufhörte, seine Energielieferantin zu sein.
Klassische Verlauf von „Emotionalem Missbrauch“
Alles begann im November. Er zeigte ein Interesse, das fast überwältigend war. Es konnte ihm nicht schnell genug gehen, mich zu treffen. Er sagte, er habe noch nie beim Schreiben eine so enorme Energie gespürt. Jeden Tag kamen Nachrichten – herzlich, liebevoll, respektvoll und wertschätzend. Ich fühlte mich getragen und geliebt. Ich fing an, mich zu öffnen, und spürte von der ersten Minute an diese wahnsinnige Verbindung. Ich fühlte ihn und wollte ihn so sehr. Schon nach wenigen Tagen fragte er nach einem Date. Ich weiß nicht, wann ich mich das letzte Mal so sehr auf etwas gefreut habe. Doch das Treffen fand nicht statt – er wurde krank. Zitternd und mit Fieber stand er vor mir, doch dann kam der Dezember, und mit ihm die Stille.
Sein Schreiben wurde weniger. Als ich ein neues Treffen auf dem Weihnachtsmarkt vorschlug, wurde er unverbindlich. Er versteckte sich hinter der Arbeit – nicht, weil er wirklich keine Zeit hatte, sondern weil Arbeit die einzige gesellschaftlich akzeptierte Ausrede war, um die Konfrontation mit mir zu vermeiden. Er wollte es „offenhalten“ und „ohne Druck“ – in Wahrheit wollte er mich als Plan B in der Hinterhand behalten. Tagelang kam keine Nachricht. Bei mir wurden alte Wunden getriggert. Ich lief ihm nicht nach, ließ ihm Raum, doch ich fragte mich: Was mache ich falsch? Bin ich nicht gut genug? Doch die Wahrheit ist: Ein Mann, der wirkliches Interesse hat, findet auch in stressigen Zeiten die Ruhe zum Schreiben.
Der Weihnachtsmarkt endete, ohne dass wir uns sahen. Ich sagte ihm, dass mich das alles verunsichert, dass ich keine Brieffreundschaft suche und wie wichtig mir die Verbindung ist. Doch seine Kommunikation wurde nichtssagend und oberflächlich. Es gab keine Aussicht mehr auf ein Treffen, nur noch kühle Weihnachts- und Silvestergrüße. Er sah bewusst zu, wie ich in Selbstzweifel rutschte, während er innerlich bereits die Koffer gepackt hatte.
Das Jahr 2026 begann in Stille. Erst als ich ihn direkt ansprach, behauptete er, die Gefühle vom November nicht mehr zu haben. Tage später erfuhr ich den wahren Grund: Er hatte eine andere im Kopf und wohl auch im Herzen. Sie waren zerstritten gewesen, und ich war nur der emotionale Puffer. Als die Wogen sich zwischen den beiden glätteten, ließ er mich fallen wie einen Sack – ohne ehrliche Worte, ohne Rückgrat. Er wusste, dass ich im Sommer verletzt worden war, und trotzdem war er so feige. Er hat mich energetisch „geparkt“. Er hat mich „geöffnet“ und dann im Regen stehen lassen. Ein Mann, der sich als „spirituell“ bezeichnet, aber nicht die Größe besitzt, ein ehrliches Wort über das Ende von Gefühlen auszusprechen, benutzt Spiritualität nur als Deckmantel für seine Bindungsangst. Er ging den Weg des geringsten Widerstands, weil er keine Verantwortung für den Schmerz übernehmen wollte, den er verursacht hat. Er hat sich an meinem Licht bedient und ist in seine alten, komplizierten Verstrickungen zurückgekehrt – dort muss er die Tiefe, die ich eingefordert habe, nicht liefern. Mein Kontaktabbruch war der Moment, in dem ich ihm den „Energielieferanten“ entzogen habe. Er bleibt in einem Geflecht aus Lügen und Schweigen zurück.
Der Abschluss: Vom Energieraub zur Selbstermächtigung
Heute weiß ich: Sein Schweigen war keine Ratlosigkeit, sondern eine Antwort. Er konnte mir die Tiefe nicht geben, die ich verdiene, weil er selbst noch in seinen alten Verstrickungen gefangen ist. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass wahre Spiritualität sich nicht in großen Worten über Energien zeigt, sondern in der Integrität des Handelns. Wer von Verbindung spricht, aber keine Verantwortung für den Schmerz übernimmt, den er verursacht, ist nicht ‚erwacht‘ – er ist lediglich auf der Flucht vor sich selbst.
Indem ich den Kontakt abgebrochen habe, habe ich mir meine Energie zurückgeholt. Ich bin kein Parkplatz für unentschlossene Seelen und kein Puffer für fremde Krisen. Ich danke dieser Erfahrung für die bittere, aber notwendige Lektion: Meine Offenheit ist kein Fehler, sondern ein wertvolles Geschenk – ein Geschenk, das nur diejenigen verdienen, die den Mut zur kompromisslosen Ehrlichkeit besitzen. Mein Licht ist wieder meins, und dieses Mal bewache ich die Tür zu meinem Herzen mit der Weisheit derer, die ihren eigenen Wert erkannt haben.



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