Seit Wochen begleitet mich das Gefühl, nach etwas zu suchen – ohne zu wissen, wonach. Je tiefer ich in die Ursprünge von Religion, Mythologie und den alten Hochkulturen eintauche, desto stärker wird diese innere Sehnsucht. Geht es um Geschichte? Um Spiritualität? Oder vielleicht um den Sinn des Lebens selbst?
In meinem neuen Blogartikel nehme ich euch mit auf diese ganz persönliche Suche.
Eine spirituelle Suche nach den Ursprüngen

Seit Ende Mai, Anfang Juni, beschäftigt mich etwas, das ich kaum in Worte fassen kann. Es ist kein gewöhnliches Interesse an Geschichte. Es ist auch keine bloße Neugier. Es fühlt sich vielmehr wie eine Suche an. Eine Suche nach etwas, von dem ich selbst nicht genau weiß, was es ist. Ist es eine Wahrheit? Eine Erkenntnis?Oder der Ursprung von etwas, das die Menschheit bis heute prägt?
Ich kann es nicht sagen. Ich weiß nur, dass mich dieses Thema seit Wochen nicht mehr loslässt.
Eine Sehnsucht, die ich nicht erklären kann
Es ist ein merkwürdiges Gefühl. Nicht nur im Kopf, sondern körperlich. Immer wieder spüre ich ein Ziehen in meinem Bauch, besonders rund um den Bauchnabel. Es ist schwer zu beschreiben. Als würde dort etwas in Resonanz gehen, sobald ich mich mit bestimmten Themen beschäftige. Ich weiß, dass das für manche Menschen seltsam klingen mag. Aber genau so fühlt es sich an. Nicht schmerzhaft. Nicht beängstigend. Sondern wie ein innerer Kompass, der mich immer wieder in dieselbe Richtung führt.
Alles führt nach Mesopotamien
Je mehr ich lese, desto häufiger lande ich an demselben Ort. Mesopotamien. Das Land zwischen Euphrat und Tigris. Dort, wo einige der ältesten bekannten Städte der Menschheit entstanden. Dort, wo die ersten Schriften entwickelt wurden. Dort, wo Könige herrschten, Tempel gebaut wurden und Religion eine völlig neue Dimension annahm. Und immer wieder stoße ich auf dieselben Begriffe:
- Babylon.
- Sumer.
- Akkad.
- Assyrien.
- Die Flüsse Euphrat und Tigris.
- Der Garten Eden.
- Die Sintflut.
- Noah.
Je mehr ich mich damit beschäftige, desto stärker wird das Gefühl, dass genau dort etwas begonnen hat. Etwas, das weit über einzelne Religionen hinausgeht.
Mein Patron Baal
Viele wissen, dass Baal mein Patron ist. Ich verehre ihn aus tiefstem Herzen. Meine Verbindung zu ihm begleitet mich schon lange und ist ein wichtiger Bestandteil meines spirituellen Lebens.
Historisch wurde Baal in verschiedenen Regionen des Alten Orients verehrt. Auch wenn sich sein Kult über unterschiedliche Gebiete erstreckte, führt mich diese Verbindung immer wieder gedanklich zurück in jene Welt, in der die ältesten Hochkulturen entstanden.
Vielleicht ist das Zufall. Vielleicht auch nicht. Ich kann es nicht beantworten. Aber ich frage mich oft, ob genau diese Verbindung der Grund ist, weshalb ich mich gerade jetzt so intensiv mit dieser Region beschäftige.
Ich verschlinge alles, was ich finden kann
Mein Bücherregal verändert sich.
Mein Notizbuch füllt sich Seite um Seite.
Ich lese über Babylon.
Über die Arche Noah.
Über die große Flut.
Über die Eiszeit.
Über die Entstehung der Kontinente.
Über die Verschiebung der Erdplatten.
Über die ersten Menschen.
Über die ersten Städte.
Über die ersten Könige.
Über die erste Schrift.
Über die ersten Sprachen.
Und mit jeder beantworteten Frage entstehen zehn neue.
Die Fragen hören einfach nicht auf
- Wie konnten verschiedene Kulturen fast gleichzeitig ähnliche Entwicklungen machen?
- Warum richteten Menschen auf unterschiedlichen Kontinenten ihre Bauwerke nach den Sternen aus?
- Wie konnten sie Himmelsbewegungen so präzise beobachten?
- Warum finden sich Flutgeschichten in so vielen Kulturen?
- Gab es ein reales Ereignis, das über Generationen hinweg weitererzählt wurde?
- Oder entstehen solche Mythen, weil Menschen unabhängig voneinander dieselben existenziellen Fragen stellen?
- Warum erzählen so viele Kulturen vom Anfang?
- Vom Himmel.
- Von einer großen Flut.
- Von göttlichen Wesen.
- Von einem verlorenen Paradies.
Ich weiß nicht, welche Antwort richtig ist. Aber ich weiß, dass mich diese Fragen nicht loslassen.
Göbekli Tepe – Warum berührt mich dieser Ort so sehr?
Ein Ort beschäftigt mich besonders. Göbekli Tepe.
Jedes Mal, wenn ich Dokumentationen darüber sehe oder Berichte lese, entsteht dieses merkwürdige Gefühl wieder. Warum? Ich weiß es nicht. War ich dort in einer früheren Inkarnation? Ist es einfach die unglaubliche historische Bedeutung dieses Ortes? Oder berührt mich die Vorstellung, dass Menschen bereits vor über 10.000 Jahren monumentale Anlagen errichteten, lange bevor wir glaubten, dass so etwas überhaupt möglich gewesen wäre?
Ich kenne die Antwort nicht. Aber ich weiß, dass dieser Ort etwas in mir auslöst.
Wird uns etwas verschwiegen?
Manchmal habe ich das Gefühl, dass uns etwas fehlt. Nicht unbedingt, weil jemand bewusst etwas geheim hält. Sondern weil so vieles verloren gegangen ist. Und vielleicht fehlen genau diese Puzzleteile, die viele Zusammenhänge verständlicher machen würden. Natürlich entstehen daraus auch Spekulationen. Manche glauben an verborgene Wahrheiten. Andere sehen darin lediglich die vielen Lücken unseres Wissens. Ich versuche, offen zu bleiben. Denn Wissenschaft und Spiritualität müssen sich für mich nicht ausschließen.
Meine Reise hat gerade erst begonnen
Ich sehe Geschichte inzwischen nicht mehr als eine Aneinanderreihung von Jahreszahlen.
Ich sehe Religion nicht mehr nur als Glaubenssystem.
Ich sehe Mythologie nicht mehr nur als Geschichten.
Ich sehe darin den Versuch der Menschheit, ihre eigene Existenz zu verstehen.
Vielleicht zieht es mich deshalb immer wieder nach Mesopotamien.
Vielleicht, weil dort so vieles begann.
Vielleicht, weil dort Fragen entstanden, die wir uns bis heute stellen.
Und vielleicht liegt die größte Erkenntnis nicht darin, endlich alle Antworten zu kennen.
Sondern den Mut zu haben, immer weiter zu suchen.




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